Zurück aus London

Bin gestern zurückgekommen von der 3tägigen Tagung “The Qur’an: Text, History and Culture” am SOAS in London. Alle fragen mich, wie London war, aber eigentlich weiß ich nur, wie die paar Häuserblocks in Bloomsbury waren, zwischen denen sich mein Aufenthalt bewegt hat: Feucht und wechselhaft. :) Außerdem kommt mir London momentan geradezu bezahlbar vor.

Jenseits dieser Äußerlichkeiten war die Tagung sehr, sehr interessant. Es gab manchmal eine etwas seltsame Mischung aus Außen- und Innenperspektive, zwischen Wissenschaftlern, die über den Koran (oder verwandte Themen) forschen, und Muslimen, die lieber darüber reden wollten, wie man den Koran denn nun wirklich richtig versteht… Das ist im angelsächsischen Raum verbreiteter als in Deutschland und für mich immer wieder gewöhnungsbedürftig, weil die Perspektiven nicht so recht zusammenpassen. Aber gestört hat es nicht weiter, die Tagungsbeiträge waren zum großen Teil wirklich interessant und anregend, und sehr divers, von der Rezeption des Korans in der amerikanischen Literatur bis zu westafrikanischen Koranhandschriften. Ich selber habe über Aspekte meines Habilthemas vorgetragen und im Anschluss sehr positives Feedback bekommen und intensive Gespräche geführt. Für mich hat sich selten eine Tagungsteilnahme so gelohnt. Der SOAS sei Dank!

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