Archiv für Juli 2006

Ein schönes Sommerdessert: Zitronenmelisse-Sorbet

Ein Beitrag zum Themengebiet Kochen, geschrieben am 6. Juli 2006 von Johanna

Das ist ein Rezept für alle, bei denen im Garten oder auf dem Balkon die Zitronenmelisse wuchert wie blöde und die eigentlich nicht so recht wissen, was sie damit machen sollen. Sieht irre aus (wie pures, gefrorenes Chlorophyll aus Frankensteins Labor :-)), schmeckt irre und passt gut zu Erdbeeren, Erdbeersauce, Erdbeersorbet… sowohl farblich als auch geschmacklich!

Man braucht:
4 Limetten
325g Zucker
220g Zitronenmelisseblätter

Limetten auspressen und den Zucker darin auflösen. Mit den gewaschenen, getrockneten Melissenblättern in den Mixer werfen und gründlich pürieren. Durch ein Küchentuch pressen, bis nur die gehackte Zellulose übrigbleibt, und sofort gefrieren.

Leckere Vorspeise

Ein Beitrag zum Themengebiet Kochen, geschrieben am 6. Juli 2006 von Johanna

Hier ist eine nette Vorspeisenidee, die ich auf der Grundlage von etwas, das ich neulich in einem Restaurant gegessen habe, kreiert habe: Salatteller mit gebackenem Ziegenkäse und Feige auf Apfel und Ahornsirup. Oder so. Mir fehlt noch ein griffiger Name. :-) Ein bisschen herbstlich, aber kann man auch im Sommer essen, nur gibt’s jetzt keine so tollen Äpfel.

Man braucht für 2 Personen:

Bunten Salat
Vinaigrette
1 großen Apfel
2 Feigen
2 EL Ahornsirup
2 TL rosa Pfeffer
etwas Salz und Pfeffer
2 St. runde Ziegenkäse zum Backen (Picandou)

Apfel schälen und aus der Mitte vier dünne Scheiben herausschneiden; vom Kerngehäuse befreien und in eine flache Ofenform legen. Den Ahornsirup darauf verteilen. Die Ziegenkäse waagrecht halbieren und je 1/2 Ziegenkäse auf die Apfelscheiben legen. Rosa Pfeffer darauf geben und ganz leicht salzen und pfeffern. Die Feigen abziehen, halbieren und auf den Ziegenkäse legen. In den auf 220 Grad vorgeheizten Ofen geben und ca. 15 Minuten backen oder bis der Apfel weich und der Käse auch innen heiß ist.

Salat auf Tellern mit Vinaigrette anrichten, Ziegenkäse-Apfel-Feigen-Kreation in die Mitte legen und sofort servieren.

Kontroverse um ägyptischen Erfolgsfilm

Ein Beitrag zum Themengebiet Gesellschaft, Islam, geschrieben am 6. Juli 2006 von Johanna

Die Romanverfilmung „Das Ya’qubian-Gebäude“ ist seit zwei Wochen ein Riesenhit in Ägypten, und prompt treten die selbsternannten Zensoren auf den Plan, die ihr Land, ihre Moral und überhaupt alles Mögliche diffamiert sehen. Buch und Film versuchen nämlich, das wirkliche Leben in Ägypten zu schildern, anstatt harmlose Klischees zu liefern, und dazu gehören auch Sexualität (hetero- und homosexueller Natur), Islamismus, Folter in Polizeigewahrsam, Korruption und was der Anti-Klischees mehr sind. Es ist bezeichnend, dass der Film – wie schon vor zwei Jahren das Buch – in Ägypten auf solchen Zulauf stößt. Das Publikum ist keineswegs einhellig begeistert, sondern debattiert lebhaft; die Leute sind es anscheinend leid, dass an höherer Stelle entschieden wird, was man ihnen zumuten darf.

Umso vorhersehbarer – und enttäuschender – ist es, dass es mal wieder eine parlamentarische Initiative zum Thema gibt, die sich natürlich keineswegs gegen Korruption, Folter in Polizeigewahrsam usf. wendet, sondern stattdessen die „beleidigenden“ Passagen des Films herausschneiden will. Der Wortführer der 112 Parlamentsabgeordneten, die sich für die Initiative hergeben, behauptet, er respektiere natürlich Kreativität und Meinungsfreiheit, aber „dies sei keins von beiden“. Aha. Meinungsfreiheit gilt also nur für „gute“ Meinungen, Religionsfreiheit nur für „gute“… usw. Das kommt mir irgendwie so bekannt vor.

Dennoch: Der Drang nach einem breiteren Meinungsspektrum, nach Debatten und Vielfalt wird unübersehbar stärker in einem Land, in dem es mittlerweile überall (wenn auch nicht für die Massen der Armen) Satellitenfernsehen und Internet gibt. Das zeigt auch die nicht große, aber im Vergleich zu früheren Zeiten doch bemerkenswerte Zahl an Medienveröffentlichungen, die für die jünst wieder im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehenden Baha’is Religionsfreiheit einfordern – und sich in ihrer Bewertung der Baha’i-Religion nicht mehr nur auf polemische Schriften muslimischer Theologen stützen müssen, sondern jetzt auch andere Informationsmöglichkeiten haben. Und das ägyptische Kinopublikum möchte sich ganz offensichtlich mit dem wirklich Leben auseinandersetzen anstatt mit Schmalz und billiger Komik.

BBC berichtet über den Film und seine Kritiker hier und hier.

Mal wieder ein Näh-Eintrag

Ein Beitrag zum Themengebiet Nähen, geschrieben am 4. Juli 2006 von Johanna

Der Sommer ist endgültig da, Babyflohmärkte sind rar, und so habe ich Ladis zwei Sommerhosen nach selbst gebastelten Schnitten genäht. Auf die Latzhose bin ich besonders stolz:

Von vorne. Von hinten