Archiv für das Themengebiet 'Familie'

Elternsein ist anstrengend. Leben ist anstrengend.

Ein Beitrag zum Themengebiet Familie, Gesellschaft, geschrieben am 3. April 2014 von Johanna

Langsam gehen mir die ganzen nabelbeschauenden Artikel über die mangelnde oder doch nicht mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Zeit, Spiegel & Co. nur noch auf die Nerven.

Nein, Familie und Beruf sind nicht vereinbar. Familie und Haushalt sind aber eigentlich auch nicht vereinbar. Beruf und Haushalt sind nicht vereinbar. Eigentlich ist gar nichts mit gar nichts vereinbar, jedenfalls nicht, wenn man den Anspruch hat, alles perfekt zu machen und dabei auch noch völlig entspannt und stressfrei zu sein.

Was ist das überhaupt für ein Anspruch? Ein vollkommen lächerlicher natürlich. Für 99,9% der Menschen hat Leben zu allen Zeiten Kampf ums Dasein bedeutet. Allenfalls gab es ein paar Könige, Adlige, Sklavenhalter etc., die es sich auf Kosten anderer einigermaßen gutgehen lassen konnten (vielen davon ging es vermutlich immer noch schlechter als einer deutschen Mittelschichtfamilie). Heutzutage geht es uns so gut, dass wir das Dasein als Selbstverständlichkeit hinnehmen und auf gar keinen Fall für irgendetwas kämpfen müssen möchten. Es muss alles gelingen, man darf abends nicht müde sein, muss strahlende Kindergesichter mit einem optimalen Sexualleben und einer Topkarriere kombinieren und keinesfalls darf man während des sonntäglichen Kinderfußballs eine Email beantworten. Meine Güte, Leute – habt Ihr sonst keine Probleme?

Ja, ich bin abends müde. Ja, das Eheleben kommt zwischen Beruf, Kindern und Haushalt zu kurz. Nein, ich schaffe es zu den meisten Bastelnachmittagen in der Grundschule nicht. Nein, wir bieten unseren Kindern nicht jedes Wochenende  hochwertige Freizeitbeschäftigungen mit der ganzen Familie.

Und: Ich mag mir keine Gedanken darüber machen, wie ich das ändern kann. Ich halte es für den Normalfall. Der Tag hat nur 24 Stunden und die Kräfte des Menschen sind begrenzt. In diesem Rahmen tun wir unser Bestes. Immer schön weiterkämpfen, liebe Journalisten. Euer Sohn wird denn Ball auch treffen, wenn Papi nebenbei auf sein Smartphone schaut.

Sonntag Familientag?

Ein Beitrag zum Themengebiet Familie, geschrieben am 13. Mai 2013 von Johanna

Seit bald einem Jahr wohnen wir ja in Freiburg-Lehen, und dort gilt offenbar flächendeckend: Sonntag ist Familientag. Ich muss gestehen, mir war dieses Konzept neu; in unserem Berliner Bekanntenkreis war es überhaupt nicht verbreitet, da gab es eigentlich keinen besseren Tag als den Sonntag, um andere Familien zu treffen. Zudem bietet sich ein sonntäglicher Familientag für uns auch deswegen nicht so an, weil wir keine Großeltern in erreichbarer Nähe  haben, die man dann pflichtgemäß besuchen müsste. Und ganz ehrlich: Uns fehlt sehr oft die Energie, unseren Kindern aufregende, aus dem Rahmen fallende Aktivitäten außer Haus zu bieten.

Resultat: Die Kinder hocken zuhause herum, insbesondere bei Regenwetter, und langweilen sich. Wenn die Sonne scheint, gehen sie raus und langweilen sich, weil keine anderen Kinder da sind. Selbst wenn wir ihnen Brettspiele o.ä. anbieten, ist es sehr schwer, etwas zu finden, das allen Spaß macht, vom Neunjährigen bis zur Dreijährigen. Ein, zwei, drei Verabredungen mit anderen Kindern – gern auch alle bei uns im Haus – würden das Leben wirklich leichter machen. Offenbar gibt es aber viele Familien, die das anders empfinden, die so einen Familiensonntag schön und angenehm finden. Bloß: Wenn es eine Sache gibt, die für ca. siebenunddreißigfach belastete Eltern wie uns tödlich ist, dann ist es die Frage „Was machen wir falsch?“ Vielleicht finden wir sie ja noch, die Familien, die ihre Kinder auch am Sonntag rauslassen. :)

Zora

Ein Beitrag zum Themengebiet Familie, geschrieben am 3. Mai 2010 von Johanna

Am 29. April um 04.03 Uhr morgens im Wasser geboren,

mit 3280g und 52 cm:

Zora Jeanne

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Wir sind sehr glücklich!

… und zwei Kindergeburtstage in kurzer Folge:

Ein Beitrag zum Themengebiet Familie, Kochen, geschrieben am 21. März 2010 von Johanna

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Es weihnachtet sehr

Ein Beitrag zum Themengebiet Familie, geschrieben am 23. November 2009 von Johanna

Ich finde, das Floristikfachgeschäft (59 Euro) hätte das auch nicht viel besser gemacht als Ladis, Luzie und ich:

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Definiere „Wahlfreiheit“

Ein Beitrag zum Themengebiet Familie, Gesellschaft, geschrieben am 2. November 2009 von Johanna

Betreuungsgeld-Bashing mag nicht besonders originell sein, ich tue es hiermit trotzdem, denn ich begreife es einfach nicht.

Der Koalitionsvertrag begründet die geplante Einführung des Betreuungsgeldes mit dem Begriff „Wahlfreiheit“. Der logische Zusammenhang ist mir völlig unklar. Vermutlich lautet der Gedankengang ungefähr so: „Der Staat gibt WAHNSINNIG viel Geld (*ironieoff*) für mehr Kinderbetreuung aus, folglich müssen die Familien, die dies nicht in Anspruch nehmen, auch etwas bekommen.“

Das ist erstens absurd. Mit dieser Simpel-Logik könnte ich auch fordern, dass, wenn der Staat z.B. Geld dafür ausgibt, sozial schwachen Jugendlichen zu helfen, meine Kinder bitte eine Prämie dafür bekommen sollen, diese Hilfe nicht zu benötigen.

Zweitens ist es auch logisch schwachsinnig, denn Wahlfreiheit entsteht nicht daraus, dass der Staat für alle Segmente der Gesellschaft gleich viel Geld ausgibt, sondern aus den konkreten Handlungsoptionen, die die Menschen haben.

Wenn ich mal ganz von der polemischen Unterschichtdebatte absehe, dann stellen sich die Handlungsoptionen für die durchschnittlich verdienende Familie, sagen wir mal in Bayern (CSU-Klientel), doch so dar:

  • Verfügbare Kita-Plätze sind in weiten Teilen Westdeutschlands, das beinhaltet die meisten Großstädte, ein frommer Wunsch. Erst recht solche mit einem Betreuungsangebot, das eine Berufstätigkeit ermöglichen würde: Um halbtags zu arbeiten, benötigt man inkl. Pausen, An- und Abfahrt i.d.R. mindestens 5 Stunden Betreuung, um ganztags zu arbeiten bis zu 10 Stunden. Von zwei Vormittagen Tagesmutter pro Woche kann man höchstens in Ruhe zum Frisör gehen.
  • Selbst wenn es einem gelingt, ein ausreichendes Betreuungsangebot für eine Vollzeitberufstätigkeit zu ergattern, kann es passieren, dass auf Seiten der Einrichtung keine echte Bereitschaft besteht, diese Berufstätigkeit zu unterstützen (vgl. unsere nicht allzu lange zurückliegende Erfahrung aus Frankfurt/Main, wo die städtische Krippe – Monatsbeitrag: 440 Euro – es erklärtermaßen als Zumutung für die Kinder betrachtete, Einjährige während ihrer gesamten Öffnungszeit und nicht nur max. 5 Stunden am Tag zu betreuen).
  • Krippenplätze oder Tagesmütter sind in den meisten Kommunen für alle, die deutlich über Hartz-IV-Niveau verdienen, mit erheblichen Kosten von oft mehreren hundert Euro pro Monat verbunden.
  • Gleichzeitig wird das Modell „Einverdienerehe“ bereits jetzt massiv steuerlich subventioniert, nämlich über das Ehegattensplitting.
  • Das führt dazu, dass sich für Paare mit ungleichgewichtiger Einkommensverteilung (meist ist die Frau der schlechter verdienende Part) eine Berufstätigkeit beider Partner bei gleichzeitiger außerhäuslicher Betreuung nicht lohnt: Eine Berufstätigkeit bedeutet Krippengebühren, Fahrtkosten, Kosten für Berufskleidung und Verlust von Steuervorteilen, die sich schlimmstenfalls zu einem höheren Betrag summieren, als der Partner netto überhaupt verdienen würde – dies umso mehr, wenn wir über Teilzeitjobs reden, was ja oft das Maximum ist, das die Betreuungskapazitäten zulassen. Der weniger verdienende Partner muss also schon Idealist sein und seinen Job sehr lieben, um sich darauf einzulassen.
  • Wir haben somit nach wie vor nicht genug Wahlfreiheit für Paare, bei denen beide Elternteile vor dem dritten Geburtstag des Kindes wieder in die Arbeit einsteigen wollen, und NICHT umgekehrt. Ich kenne übrigens eine ganze Reihe Familien in Hessen, Baden-Württemberg oder NRW, die die Situation haargenau so erleben wie beschrieben.
  • Zu suggerieren, es bestünde heutzutage praktisch ein Zwang, sein unter dreijähriges Kind in die Krippe „abzuschieben“, ist also nichts als bodenlos frech.

Ich hoffe nur, dass bis 2013 irgendjemandem in der Regierung auffällt, wie schwachsinnig diese Verpulverung von Steuermilliarden ist. Sinnvoll wäre eine Abschaffung des ordnungspolitisch fragwürdigen Ehegattensplittings und die Einführung einer echten steuerlichen Förderung von Eltern (gleich welchen Familienstandes) mit Kindern, insbesondere mit mehreren Kindern, wie es Frankreich erfolgreich praktiziert. Die dortigen Geburtenraten sind viel höher als die unsrigen, weil sich zwei Kinder steuerlich mehr lohnen als eines und das dritte Kind noch viel mehr, d.h., dass 3 Kinder sogar meist zur völligen Steuerfreiheit führen. Gleichzeitig gibt es genug Krippenplätze, so dass sich kein Mensch überlegen muss: „Kann ich mir ein weiteres Kind beruflich/finanziell leisten?“ Aber ideologische Bedenken und die Angst vor der Verprellung wichtiger Wählergruppen wiegen in der deutschen Politik wohl auf absehbare Zeit mehr als Sachargumente. :(

Aus dem Leben einer Karrieremutter

Ein Beitrag zum Themengebiet Familie, geschrieben am 19. Oktober 2009 von Johanna

Sonntag, 11. Oktober: Lorenz fängt an, seine Sachen zu packen für seinen jährlichen einwöchigen Messeaufenthalt. Luzie wird wach und klagt, der entzündete Mückenstich an ihrer Fußsohle jucke. Ich schaue mir das an und sehe einen dicken roten Streifen quer über die Fußsohle. Nicht gut. Während des Frühstücks schaue ich, wann in der nächstgelegenen Kinderklinik der Bereitschaftsdienst anfängt. Ich hole den eingemotteten Kinderwagen aus der Garage und fahre mit Luzie im Bus dorthin.

Lange warten müssen wir nicht. Die Ärztin wirft einen Blick auf den Fuß und stellt fest: „Beginnende Lymphangitis, das nannte man früher Blutvergiftung. Sie braucht Antibiotika, zumindest anfangs intravenös. Ich weise sie in die Klinik ein.“ WAAS? Ich muss doch Dienstag für zwei Tage nach Basel zum Bewerbungsvortrag!

Lorenz ruft meine Eltern an (die seinen sind nicht verfügbar). Mein Vater kommt vorbei, um Ladis zu bespaßen, damit Lorenz packen kann; meine Mutter setzt sich ins Auto und ist abends in Berlin. Ich verbringe mit Luzie einen anstrengenden Tag auf der Station: Luzie ist fit, langweilt sich, will unterhalten werden, es gibt aber nichts zu tun (Lorenz bringt uns gegen Abend Sachen vorbei, bis dahin habe ich nichts, und das stationseigene Spielzimmer verdient seinen Namen nicht). Ich bin todmüde, habe keine Chance, mich auszuruhen, und das Essen ist mies. Krankenhaus halt.

Montag, 12. Oktober: Wir warten den ganzen Vormittag auf die Visite, mit dem Ergebnis, dass Luzie dableiben muss. Meine Vorbereitungszeit für Basel geht langsam, aber sicher flöten, Lorenz ist mittlerweile abgereist. Nachmittags kommt meine Mutter. Nach der Antibiotikagabe fahren wir mit Luzie kurz nach Hause, dann fährt sie mit ihr abends wieder ins Krankenhaus. Ich muss packen, muss am nächsten Morgen ganz früh los. Mein Vater wird bei Ladis bleiben.

Dienstag, 13. Oktober: Ich stehe um 4 Uhr auf, fahre zum Flughafen, komme um 8 Uhr in der Baseler Innenstadt an, kann aber natürlich noch nicht ins Hotelzimmer. Laufe mehrere Stunden lang herum, darf schließlich endlich in mein Zimmer. Hektische Telefonate mit meinen Eltern: Luzie kann entlassen werden, die Klinik braucht aber eine Vollmacht, damit meine Eltern sie mitnehmen dürfen. Ich schreibe ein Fax an die Klinik und schicke es vom Hotel aus. Zum Glück ist das Telefonabrechnungssystem des Hotels kaputt, sonst wäre ich ein Vermögen für Anrufe auf deutschen Handys losgeworden. Absolviere nachmittags und am folgenden Vormittags Bewerbungsprozeduren, bin hinterher so müde, dass ich den Nachmittag auf einer Bank am Flughafen verbringe, weil ich natürlich nicht mehr in mein Zimmer kann und zu erschöpft bin, um mir noch was anzuschauen.

Um acht Uhr abends bin ich wieder zuhause. Die Kinder freuen sich riesig über meine Rückkehr. Luzies Fuß geht es besser, sie darf auch wieder in die Kita. Zwei Tage ohne Papa müssen wir noch überstehen (während die Kinder in der Kita sind, schlafe ich erstmal aus), dann wird am Wochenende der Kuchen gebacken, den ich Luzie aus lauter schlechtem Gewissen versprochen hatte, als ich sie in der Klinik zurücklassen musste… Heute freut sich die Kindergartengruppe über einen Schokokuchen mit Gummibärchen und Smarties. Ist immerhin noch etwas Gutes aus der ganzen Sache geworden. :)

Was ich an Deutschland blöder finde als an arabischen Ländern:

Ein Beitrag zum Themengebiet Familie, Gesellschaft, geschrieben am 17. Juli 2009 von Johanna

Meine dreijährige Tochter liebt es gerade, wildfremde Menschen nach ihrem Namen zu fragen („Wie heißt Du?“). In 99% aller Fälle wird sie ignoriert, oder die Leute geben die Frage zurück, oder sie lächeln, verweigern aber die Antwort, oder sie reagieren sogar irritiert. Allenfalls Jugendliche antworten ab und an. Offensichtlich gilt die grundlose Frage nach dem Namen hierzulande als indiskret und Grenzüberschreitung und die Preisgabe des Namens als etwas Persönliches… oder so. Und DAS ist etwas, das ich mir z.B. für Ägypten oder Jordanien überhaupt nicht vorstellen kann.

Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass in Deutschland das Siezen und der Gebrauch des Nachnamens so üblich sind. Die Leute wollen vermutlich weder mit ihrem Vornamen herausrücken (typisch deutsch halt) noch einer Dreijährigen erklären, dass sie Frau Leutheusser-Schnarrenberger o.s.ä. heißen… In Ägypten heißen sie einfach „Ahmad“ oder so. Viel praktischer. :-)

Viel Lärm um (fast) nichts

Ein Beitrag zum Themengebiet Familie, Gesellschaft, geschrieben am 3. Juni 2009 von Johanna

Am Freitag holte ich Luzie um 17 Uhr mit gelb verklebten Augen aus der Kita ab. Leidgeprüfte Eltern von Kitakindern wissen: Klarer Fall, bakteriell verursachte Bindehautentzündung. Antibiotische Augentropfen (z.B. Refobazin) verschaffen schnelle Abhilfe und verhindern eine Infektion bei Geschwistern und anderen Familienmitgliedern. Nur, woher freitagabends nehmen und nicht stehlen? Denn die Dinger sind dummerweise rezeptpflichtig. Unsere Hausarztpraxis, die einst durch famose Öffnungszeiten glänzte, schränkt diese immer mehr ein, weil die aktuelle Gebührenordnung und der (berlintypische) Mangel an Privatpatienten offenbar dazu führen, dass es sich nicht mehr rentiert, freitags bis 19 Uhr Patienten zu versorgen. Die Apotheke rückte natürlich nur sauteure homöopathische Augentropfen von Weleda raus, die angeblich todsicher helfen und überhaupt. Tja, am Samstag morgen kriegte Luzie das eine Auge überhaupt nicht mehr auf. Sorry, wenn ich damit jemandem auf den Schlips trete, aber ich glaube nicht an Homöopathie, und die diesbezügliche Erfolgsquote war bei uns so niedrig, dass man ebensogut auf die Selbstheilungskräfte des Körpers vertrauen kann. Dieses Vertrauen schien mir aber nicht so recht angebracht angesichts der Tatsache, dass ich um 12.32 Uhr mit beiden Kindern den ICE nach Frankfurt nehmen wollte, um dort die Pfingsttage zu verbringen… Lorenz war bereits nach Frankreich geflogen. Es hieß also Sachen packen, Kinder anziehen und mit Müsli versorgen, Kinder und Gepäck schnappen und eine umständliche Reise mit der S-Bahn (allein kein Problem, mit Rucksack, Trolley und einer im Schneckentempo laufenden Dreijährigen aber schon) zum Klinikum Westend antreten, wo samstags vormittags ein kinderärztlicher Bereitschaftsdienst zur Verfügung steht. Wie durch ein Wunder mussten wir dort wenigstens nur genau 0 Minuten warten und bekamen ein Rezept für… Refobazin, also genau das Medikament, das ich auch ohne Arztbesuch in der Apotheke gekauft hätte, wenn es denn nicht rezeptpflichtig wäre. *seufz* Der Klinikbesuch hatte noch nicht einmal den Nutzen, dass wir für das Medikament nichts bezahlen mussten, denn der diensthabende Arzt hatte keine Kassenzulassung. Rein theoretisch könnten wir natürlich diese Woche zu unserem Kinderarzt gehen, ein Kassenrezept besorgen, zur Apotheke in Spandau (denn am dortigen Bahnhof haben wir die Tropfen gekauft) fahren und uns die 12 Euro erstatten lassen, aber: da ist locker ein halber Tag weg, und für so wenig Stundenlohn arbeite ich nicht. *grrr* Ist das alles sinnvoll? Ich bezweifle es. Wenn es sich schon für Kassenärzte partout nicht lohnen darf, ihren Patienten kundenfreundliche Öffnungszeiten vor Ort anzubieten, warum kann dann so trivialer Krempel nicht wenigstens rezeptfrei sein?

Etwas verspätet: Frohe Weihnachten!

Ein Beitrag zum Themengebiet Allgemein, Familie, geschrieben am 26. Dezember 2008 von Johanna

Auch wenn es schon fast vorbei ist. Aber mittendrin kommt man ja eh nicht an den Computer; ich jedenfalls nicht.

Obwohl die Weihnachtsfreude durch den Tod meiner Oma am 19.12. und die Lungenentzündung, die bei Luzie am 24.12. morgens diagnostiziert wurde, doch etwas getrübt war und der Schlaf in den letzten Tagen stark eingeschränkt, war es für uns alles in allem ein recht entspanntes und schönes Fest. Luzie geht es heute auch schon wieder ganz gut, die Medikamente haben angeschlagen. Und wir haben ja alle noch etwas Zeit, um uns zu erholen; die Kita geht erst wieder am 5.1. los.