Bananen-Schoko-Muffins: Schmeckt (auch) Kindern

Ein Beitrag zum Themengebiet Kochen, geschrieben am 2. April 2017 von Johanna

Zutaten für 12 Muffins:

375g Mehl
1 Päckchen Backpulver
130g Rohrohrzucker
125g Butter
250ml Mandelmilch
2 Eier
einige Tropfen Vanille- und Bittermandelaroma
1 große Banane
1 Packung Schokotropfen
etwas Puderzucker

Zubereitung:

Backofen auf 210 Grad vorheizen. Muffinblech mit Papierförmchen auslegen oder einfetten.

Butter zerlassen und etwas abkühlen lassen. Mehl, Backpulver und Zucker vermischen. Eier mit Mandelmilch verquirlen, Butter und Aromen unterrühren. In die Mehlmischung mit einer Gabel einrühren; es sollten keine großen Mehleinschlüsse mehr übrig sein, aber der Teig kann ruhig noch klumpig sein.

Banane klein würfeln und mit Schokotropfen unter den Teig mischen. In Muffinformen füllen und 18-20 Minuten backen. Mit Puderzucker bestäuben und abkühlen lassen.

Aus aktuellem Anlass…

Ein Beitrag zum Themengebiet Gesellschaft, Islam, geschrieben am 2. April 2017 von Johanna

Sehr geehrte Herren Chefredakteure, sehr geehrter Herr Dr. Gniffke und Herr Nitsche,

die Sendung „Moscheereport“ Ihres Mitarbeiters Constantin Schreiber hat in der deutschen Öffentlichkeit viel Aufsehen erregt. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die Berichterstattung über einige der Moscheen verzerrend, insgesamt einseitig war und Fehler enthielt, insbesondere ein nicht unerheblicher Übersetzungsfehler bezüglich des Wortes „Türken“, das als „Soldaten“ wiedergegeben wurde.

Es steht nicht in Frage, dass das Anliegen der Sendung und des begleitenden Buches wichtig und richtig ist, auch wenn man fragen könnte, ob im Jahr 2017 der exotisierende und sensationalistische Tonfall der Sendung angemessen ist zur Beschreibung von Institutionen, die es mindestens seit den 1960er Jahren im Lande gibt, in Einzelfällen sogar seit der Vorkriegszeit.

Eine Verharmlosung von zum Teil hochproblematischen Predigten ist sicher nicht angebracht, ebenso wenig aber eine einseitige Fokussierung auf radikale, militante und abgrenzende Prediger, die es gibt, die aber wohl kaum – wie in dem Bericht suggeriert – eine erdrückende Mehrheit darstellen. Weit häufiger äußern Musliminnen und Muslime Beschwerden über belanglose, konservativ-moralisierende Predigten, die nicht auf gesellschaftliche Realitäten Bezug nehmen – sicher auch ein Resultat der Sozialisierung der Prediger in Diktaturen, in denen Predigten möglichst unpolitisch gehalten werden.

Vermutlich ist Ihnen bewusst, dass es seit Jahren zunehmend aufgeheizte und polarisierende Debatten zu Fragen gibt wie denen, ob „der Islam zu Deutschland gehöre“, ob Muslime hier integrationsfähig seien, ob Islam und Demokratie vereinbar seien, ob es einen Zusammenhang zwischen Islam und sexueller Gewalt gebe, ob die Zuwanderung von Flüchtlingen unser „Islamproblem“ nicht verschärfe usw. Muslimische Menschen und Institutionen stehen immer stärker unter Rechtfertigungsdruck; selbst gegen den Liberal-Islamischen Bund, der unter anderem interreligiöse Gottesdienste, weibliche Vorbeterinnen und die Mitgliedschaft von Homosexuellen unterstützt, mehren sich die Vorwürfe, dies sei alles nur Fassade, da der Koran dies in Wirklichkeit gar nicht erlaube. Sollte es nicht in solch einer Situation Aufgabe eines verantwortungsbewussten öffentlich-rechtlichen Journalismus sein, die Stimmung nicht noch weiter aufzuheizen, sondern durch differenzierte, sachliche und sorgfältig recherchierte Berichterstattung dagegenzuhalten, Aussagen besonders gründlich zu überprüfen und sich im Zweifel wissenschaftlicher Expertise zu versichern? Sollte man gerade jetzt nicht darauf achten, die gängige terminologische Gegenüberstellung von „Muslimen“ und „Deutschen“ zu unterlassen, als ob sich dies gegenseitig ausschließe? Sollte man nicht vermeiden, den Verdacht nahezulegen, selbst die harmloseren unter den Predigten, die der Journalist gehört hat, seien wohl nur seiner Anwesenheit geschuldet, selbst wenn es dafür gar keine konkreten Belege gibt?

Der Schaden, den solch eine Berichterstattung gerade für die offenen, an Dialog interessierten Moscheegemeinden anrichtet, ist immens. Ein kleiner Recherchefehler in solch einem Zusammenhang kann Existenzen bedrohen, bis hin zu verweigerter Einbürgerung aufgrund der Mitgliedschaft in bestimmten Moscheevereinen. Das ist dann nachvollziehbar, wenn diese tatsächlich belegbar extremistisch orientiert sind – aber genau deswegen sollte man sich dieses Vorwurfs unter den gegebenen Umständen auch ganz besonders sicher sein, bevor man ihn öffentlich äußert.

Constantin Schreiber bekundete in der ZEIT Nr. 14 (S. 54), über Monate hätten „Islamwissenschaftliche Fakultäten“ (die es in Deutschland gar nicht gibt) und „Islamwissenschaftler, die sonst bereitwillig Auskunft geben“, seine Anfragen unbeantwortet gelassen. Damit erweckt er den Eindruck, es handle sich hier um ein heißes Eisen, das in der Wissenschaft – vielleicht aus Angst vor dem Islam? – niemand anfassen möge. Nun mag es sein, dass es Kolleginnen und Kollegen gibt, die sich für Moscheen in Deutschland aufgrund ihrer Spezialisierung, die typischerweise auf Gesellschaften des Nahen Ostens bezogen ist, nicht zuständig fühlen. Ich selber und viele mir bekannte Kolleginnen und Kollegen, die über die Webseiten ihrer Institute sehr leicht auffindbar sind, hätten Herrn Schreiber gern für Interviews zur Verfügung gestanden. Ich wäre auch ohne Umstände bereit gewesen, die Hilfe akademisch geschulter Übersetzerinnen und Übersetzer anzubieten. Niemanden von uns hat eine entsprechende Anfrage erreicht, auch nicht solche Kolleginnen, die namhafte Expertinnen für Islam in Deutschland, Migrationsfragen und sogar Moscheegemeinden sind. Das legt den Verdacht nahe, dass die Recherche nicht sehr tiefgründig gewesen sein kann. Ich frage mich daher, wie hoch das Interesse der ARD an differenzierten, fachlich fundierten, auf genauer Kenntnis muslimischer religiöser Diskurse und einschlägiger Sprachen beruhenden Expertenmeinungen ist.

Falls Herr Schreiber oder ein anderer Ihrer Mitarbeiter noch einmal Bedarf an der Expertise von Islamwissenschaftlerinnen und Islamwissenschaftlern haben sollte, stehe ich – sofern ich diese seriös liefern kann – gern zur Verfügung oder vermittle Ihnen Kolleginnen und Kollegen, die kompetent sind.
In der Hoffnung auf eine in Zukunft ausgewogenere und sorgfältigere Berichterstattung zu diesem sensiblen Thema

verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Johanna Pink

Professur für Islamwissenschaft und Geschichte des Islam
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Hier geht es zur Online-Veröffentlichung im Tagesspiegel.

Salat mit warmer Hühnerleber, südostasiatische Art

Ein Beitrag zum Themengebiet Kochen, geschrieben am 25. März 2017 von Johanna

Für 2 Personen

Zutaten:
Gemischter Blattsalat, für zwei Teller
350g Hühnerleber
4 EL Erdnussöl
1 Schalotte
1 große Knoblauchzehe
1 Stück Galgantwurzel
1 frische rote Chilischote
1 Stängel Zitronengras
Salz
3 asiatische Frühlingszwiebeln
1 Handvoll Korianderblätter
Saft von 1/2 Zitrone
1 Prise Chilipulver
1,5 TL Palmzucker
3 Spritzer Fischsauce

Salat waschen und schleudern. Hühnerleber waschen, säubern und trockentupfen.

Schalotte, Knoblauch, geschälten Galgant, entkernte Chilischote, das Innere des Zitronengrases fein hacken.

2 EL Öl in einem Wok erhitzen. Gehackte Gewürze bei mittlerer bis hoher Hitze unter Rühren bräunen. Hühnerleber dazu geben, von allen Seiten unter Rühren scharf anbraten. Etwas Salz, 1 TL Palmzucker und 1/2 Tasse Wasser dazugeben und bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren 10 Minuten köcheln lassen, bis das Wasser verdunstet ist.

Währenddessen Salat kreisförmig auf zwei Tellern anrichten. Aus Zitronensaft, etwas Salz, Fischsauce, 1/2 TL Palmzucker, Chilipulver und 2 EL Öl eine Salatsauce rühren.

Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, zu der Leber geben. Kurz erhitzen. Vom Herd nehmen und Korianderblätter unterheben. Salatsauce über den Salat verteilen und Hühnerleber in die Mitte geben.

Pilau mit Hühnchen und Datteln

Ein Beitrag zum Themengebiet Kochen, geschrieben am 21. Oktober 2016 von Johanna

Zutaten für 3 Personen:

3 Hühnerkeulen
125g Reismischung (weiß/rot/Wild)
1 große Zwiebel
1 TL Zucker
10 Datteln
1 Zimtstange
1 St. Sternanis
10 Kardamomkapseln
5 Nelken
2 EL Öl
Salz
Pfeffer
50g Mandelblätter

Zubereitung:

Zwiebel in Streifen schneiden. In einer kleinen Pfanne 1EL Öl erhitzen und Zwiebel bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren goldbraun dünsten. Nach ca. 5 Minuten Zucker hinzugeben und noch weitere 5 Minuten dünsten.

Datteln entkernen und halbieren. Gewürze grob zerstoßen. In einer tiefen Pfanne oder Kasserole 1 EL Öl erhitzen, Gewürze hinzugeben. Bei mittlerer bis starker Hitze Hähnchenteile hinzugeben und von beiden Seiten braten, bis sie gebräunt sind. Aus der Pfanne nehmen. Reis hinzugeben und unter Wenden anbraten, bis er glasig ist. 350ml Wasser hinzugeben, kräftig salzen und pfeffern. Datteln und Zwiebeln hinzugeben, umrühren, Hähnchenteile darauflegen und mit Deckel verschließen. Ca. 30 Minuten auf niedriger Hitze gerade eben köcheln lassen.

Währenddessen kleine Pfanne auswischen und Mandelblätter anrösten, bis sie goldbraun sind.

Wenn der Reis das Wasser aufgesogen hat und die Hähnchenteile gar sind, mit Mandelblättern bestreuen und servieren.

Wenn der Reis weich sein sollte, bevor das Wasser aufgesogen ist, dann den Deckel abnehmen und bei etwas höherer Hitze das restliche Wasser verdampfen lassen.

Man kann auch Gemüse mitdünsten, z.B. gewürfelte Möhren. Ich habe nach Ende der Garzeit blanchierten, grob gehackten Blattspinat hinzugegeben. Alternativ kann man Salat dazu reichen.

 

Achtung, Achtung! An alle Flüchtlinge!

Ein Beitrag zum Themengebiet Allgemein, Gesellschaft, geschrieben am 22. September 2015 von Johanna

Deutschland ist weltoffen und tolerant! Stillgestanden! Wegtreten!

Ist es nicht irre deutsch? Permanent erklären derzeit Kommentatoren in der ARD, FAZ oder auf Facebook Leuten, die seit ein paareinhalb Tagen nach einer irrsinnigen Flucht über Meer oder Land erschöpft und orientierungslos in irgendeiner Turnhalle angekommen sind, gleich mal im Befehlston die Regeln, und zwar die wirklich wichtigen. „Lieber Flüchtling, herzlich willkommen in Deutschland. Rasen betreten verboten. Homosexuelle sind gut zu finden. Essensausgabe von 12 bis 14 Uhr. Kleiderausgabe hinten links, jeder nur ein paar Schuhe. Zuwiderhandeln ist strafbar. Viel Spaß bei uns.“

Man könnte ja meinen, es sei ein nett gemeinter Service, dass sich derzeit an jeder Ecke jemand bemüßigt fühlt, Flüchtlinge darauf hinzuweisen, dass sich hierzulande zwei Männer öffentlich küssen dürfen und die Flüchtlinge das gefälligst gut finden sollten – so wie ja bekanntlich 110% aller Deutschen hypertolerant gegenüber Homosexuellen sind. Ja, ja, so sind wir halt, wir tollen Deutschen. Warum nur haben diese Hinweise so einen seltsamen Beigeschmack? Vielleicht, weil sie implizieren, dass Flüchtlinge grundsätzlich rückständig und mit unserer progressiven Gesellschaft total überfordert sind? Und weil sie so arg viel Selbstbeweihräucherung beinhalten?

Es gäbe so viele positive Sachen, auf die man stattdessen hinweisen könnte – bei allen Unzulänglichkeiten, die unsere Gesellschaft und unser Staat haben, die aber immer noch nachrangig sind, wenn man sie mit denen von Ländern wie Syrien oder Afghanistan vergleicht. Zum Beispiel, dass man bei Behördengängen niemanden bestechen muss, um etwas zu bekommen, auf das man sowieso einen Anspruch hat. Oder dass man im Konfliktfall die Polizei rufen kann. Oder dass man hier nicht nur Asad, sondern sogar Merkel schlecht finden und das öffentlich sagen kann. Genau wegen solcher Annehmlichkeiten kommen viele durchaus gerne nach Europa. Und die, bei denen das der Fall ist, die kriegen den Rest auch noch hin.

 

Eistee

Ein Beitrag zum Themengebiet Allgemein, Kochen, geschrieben am 17. Juli 2015 von Johanna

Tee bei 36 Grad? Es hilft, wenn er kalt ist:

 

3 Zweige marokkanische Minze (na3na3, نعنع) und 1 TL Honig mit 1/2 l kochendem Wasser übergießen. 1-2 TL Grüntee dazugeben. Umrühren und abkühlen lassen.

Viele Eiswürfel (ich nehme zwei Behälter) in eine Kanne geben. Tee durch ein Sieb über die Eiswürfel gießen. Fertig! Wie konnte ich nur 40 Jahre ohne dieses einfache Rezept leben?

Eine Anmerkung zu den Forderungen der CSU nach dem Gebrauch des Deutschen in der Familie

Ein Beitrag zum Themengebiet Allgemein, geschrieben am 7. Dezember 2014 von Johanna

Ich bin auf dem Land aufgewachsen, in einer landwirtschaftlich geprägten, katholischen Gegend. Dort gab es eine ganze Menge Leute, die wir damals als „Asoziale“ bezeichneten. Die Erwachsenen waren meistens besoffen, die Frauen prostituierten sich, die Männer prügelten ihre Frauen, die Frauen ihre Kinder. Viele dieser Kinder wurden missbraucht, das war ein offenes Geheimnis. Die Kinder ein- und derselben Mutter stammten meist von unterschiedlichen Männern und der Großteil der Kommunikation mit ihrer Familie bestand darin, beschimpft zu werden. Mit vier, fünf Jahren sprachen sie bestenfalls Zwei-Wort-Sätze, sie landeten fast alle auf der Sonderschule. Zwei Mädchen vom Nachbarhof waren geistig behindert, weil den Eltern tagelang nicht aufgefallen war, dass sie eine Hirnhautentzündung hatten. Unter den wenigen Kindern aus diesem Umfeld, die mit mir auf die Grundschule und nicht auf die Sonderschule gingen, gab es welche, die hatten ständig blaue Augen, blutige Lippen, Schürfwunden und waren angeblich „die Treppe heruntergefallen“. Sie blieben schon an der Grundschule mindestens einmal sitzen und gingen danach auf die Hauptschule, woraufhin sich der Kontakt verlor. Einer von den Jungs, die in meiner Nachbarschaft aufwuchsen, landete später im Knast, weil er seine Freundin krankenhausreif geprügelt hatte. Seine nächste Freundin, selber aus einer desolate Familie, heiratete ihn mit achtzehn; sie bekamen ein Kind, und fortan prügelte er sie und benutzte das Kind als Druckmittel, damit sie nicht weglief.
Alle diese Leute hatten deutsche Nachnamen. Keines dieser Kinder wäre gerettet worden, wenn irgendeine Regierung die Einwanderungsgesetze verschärft hätte oder verfügt hätte, dass ihre Eltern zuhause mit ihnen Deutsch sprechen müssten. Das taten sie ja schon, wenn man die Titulierung als „fette Sau“ als „Deutschsprechen“ einstufen möchte.
Das ist der Grund, aus dem ich unsere gegenwärtige Einwanderungsdebatte nicht nur autoritär, abscheulich und rassistisch, sondern auch zutiefst verlogen und unsozial finde. Verwahrlosung ist kein Migrationsphänomen. Natürlich ist sie ein Phänomen, das auch unter Migranten auftritt, je nach sozialer Herkunft, Wohn- und Arbeitssituation dieser Migranten vielleicht auch gehäuft; aber sie ist kein Phänomen, das auf Migranten beschränkt ist. Wer so tut, als sei es so, der schafft sich einen Sündenbock, schiebt die Verantwortung ab und lässt alle die Kinder im Stich, die deutschstämmige Eltern und einen deutschen Nachnamen haben, aber trotzdem bei ihrer Einschulung weder sprechen noch einen Stift halten können. Es wäre schön, wenn wir in Deutschland endlich einmal über Armut und Verwahrlosung reden könnten anstatt über „Islam“.

Erscheint bald:

Ein Beitrag zum Themengebiet Ägypten, Bücher, geschrieben am 6. August 2014 von Johanna

Es war viel Arbeit und hat viel Spaß gemacht:

 

Elternsein ist anstrengend. Leben ist anstrengend.

Ein Beitrag zum Themengebiet Familie, Gesellschaft, geschrieben am 3. April 2014 von Johanna

Langsam gehen mir die ganzen nabelbeschauenden Artikel über die mangelnde oder doch nicht mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Zeit, Spiegel & Co. nur noch auf die Nerven.

Nein, Familie und Beruf sind nicht vereinbar. Familie und Haushalt sind aber eigentlich auch nicht vereinbar. Beruf und Haushalt sind nicht vereinbar. Eigentlich ist gar nichts mit gar nichts vereinbar, jedenfalls nicht, wenn man den Anspruch hat, alles perfekt zu machen und dabei auch noch völlig entspannt und stressfrei zu sein.

Was ist das überhaupt für ein Anspruch? Ein vollkommen lächerlicher natürlich. Für 99,9% der Menschen hat Leben zu allen Zeiten Kampf ums Dasein bedeutet. Allenfalls gab es ein paar Könige, Adlige, Sklavenhalter etc., die es sich auf Kosten anderer einigermaßen gutgehen lassen konnten (vielen davon ging es vermutlich immer noch schlechter als einer deutschen Mittelschichtfamilie). Heutzutage geht es uns so gut, dass wir das Dasein als Selbstverständlichkeit hinnehmen und auf gar keinen Fall für irgendetwas kämpfen müssen möchten. Es muss alles gelingen, man darf abends nicht müde sein, muss strahlende Kindergesichter mit einem optimalen Sexualleben und einer Topkarriere kombinieren und keinesfalls darf man während des sonntäglichen Kinderfußballs eine Email beantworten. Meine Güte, Leute – habt Ihr sonst keine Probleme?

Ja, ich bin abends müde. Ja, das Eheleben kommt zwischen Beruf, Kindern und Haushalt zu kurz. Nein, ich schaffe es zu den meisten Bastelnachmittagen in der Grundschule nicht. Nein, wir bieten unseren Kindern nicht jedes Wochenende  hochwertige Freizeitbeschäftigungen mit der ganzen Familie.

Und: Ich mag mir keine Gedanken darüber machen, wie ich das ändern kann. Ich halte es für den Normalfall. Der Tag hat nur 24 Stunden und die Kräfte des Menschen sind begrenzt. In diesem Rahmen tun wir unser Bestes. Immer schön weiterkämpfen, liebe Journalisten. Euer Sohn wird denn Ball auch treffen, wenn Papi nebenbei auf sein Smartphone schaut.

Dreifach-Schoko-Muffins

Ein Beitrag zum Themengebiet Allgemein, geschrieben am 4. Januar 2014 von Johanna

Dieses improvisierte Rezept war ein großer Hit bei sechs Kindern und vier Erwachsenen. Scheint also was zu haben. Insbesondere hat es sehr viel Schokolade. :-)

Zutaten:

100 g braune Kuvertüre (am besten Edelkuvertüre, für Kinder geht auch Vollmilch)
100 g Butter
3 Eier
50 ml Milch
100 g Mehl
80 g feiner Zucker
1 EL Backpulver
75 g Schokotropfen (Chocolate Chips)
100 g weiße Kuvertüre, grob gehackt

Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Braune Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Die Butter in kleinen Stückchen unterrühren, bis eine glatte Masse entsteht. Milch einrühren, dann mit der Gabel mit den Eiern verschlagen.

Mehl, Backpulver und Zucker vermischen. Mit der Schokomasse mit der Gabel grob verrühren; der Teig sollte nicht vollkommen glatt sein (dann wird er  leicht zäh), aber keine Mehleinschlüsse mehr haben. Weiße Kuvertüre und Schokotropfen unterrühren.

In Muffinform (am besten mit Papierförmchen) füllen und 18 Minuten backen.

Kann man auch mit Schokoglasur überziehen, dann sind es Vierfach-Schokoladen-Muffins.